17. 9. 2018 Aufstehen, die neue Sammlungsbewegung von Sahra Wagenknecht

Am 4. 9. 2018 startete Sahra Wagenknechts linke Sammlungsbewegung „Aufstehen“ und hatte innerhalb kürzester Zeit nach eigenen Angaben bereits um die 100.00 Sympathisanten. Wie sie die gezählt hat, bleibt ihr Geheimnis; vermutlich war es die Zahl der Klicks auf die Internetseite. Wenn man von den Klickenden die neugierigen Journalisten, die Verfassungsschützer und die Ewig-Gestrigen der KPD und SED abzieht, bleiben sicher nicht viele übrig.

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen, namentlich die Tagesthemen mit Caren Miosga, gaben sich redlich Mühe, die Gründung in einem positiven Licht erscheinen zu lassen.

Hier kann man sich wieder einmal nur an den Kopf fassen:

Wenn Bürger in Chemnitz nach einem x-ten Messer-Mord durch einen Migranten auf die Straße gehen und ihren Abscheu über die Tat, die fehlende Konsequenz der Abschiebebehörden sowie ihre Sympathie mit dem Getöteten und seinen Angehörigen ausdrücken, werden sie vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen und vom dazugehörenden Hörfunk mindestens als Einfaltspinsel, die rechten Bauernfängern auf den Leim gegangen seien, meist jedoch als rechter Pöbel und Schlimmeres gebrandmarkt.

Wenn ein Mitglied der Kommunistischen Plattform, nämlich Sahra Wagenknecht,  eine neue linke Sammelbewegung namens „Aufstehen“ gründet, kann sie sich der Sympathie der Öffentlich-Rechtlichen sicher sein. Dabei müssten die Macher des Fernsehens doch eigentlich wissen, dass die Kommunistische Plattform als „öffentlich extremistischer Zusammenschluss“ innerhalb der LINKEN vom Verfassungsschutz beobachtet worden ist.

Aber es ist eben ein Unterschied, ob man linken Organisationen angehört oder nicht. Linke haben das Stigma, dass sie gut sind, auch wenn sie in ihrem Leben einmal gefehlt haben. Hier sei nur an Günter Grass, einem linken Schriftsteller mit Wahlkampferfahrung für die SPD und die GRÜNEN erinnert, bei dem sich späte herausstellte, dass er zu Nazi-Zeiten der SS angehört hat. Horst Tappert, ein Schauspieler, der durch seine Rolle als Oberinspektor Derrick in der gleichnamigen Fernsehserie bekannt wurde, war natürlich nicht geläutert, gehörte er doch keiner Partei, vor allem keiner linken, an. Deshalb gibt es bis heute keine Wiederholungen der Derrick-Serie im sonst an Wiederholungen so reichen Fernsehen.

Zurück zu Sahra Wagenknecht und ihrer Sammlungsbewegung. „Aufstehen“. Offensichtlich scheint ihr nicht bewusst zu sein, dass sie damit vor allem die LINKE spaltet und die SPD und die GRÜNEN  in Bedrängnis bringt. Aber vermutlich wird sie sich durch diesen Alleingang noch mehr isolieren, sieht man vom Fernsehen ab, in dem die redegewandte Politikerin ein gern gesehener Gast in den Talkshows ist.

 

.