2. 12. 2017 Nun haben auch die Bündnisgrünen einen OB-Kandidaten

In der SPD haben drei Genossen ihr Interesse angemeldet, als Kandidaten für den freiwerdenden OB-Sitz in die Wahl zu gehen. Mindestens zweien davon, dem Kämmerer und dem Sozialbeigeordneten, traut man das Amt auch zu. Allerdings sind sie männlichen Geschlechts.

Die LINKEN haben nach einer Anstandspause ein Nicht-Parteimitglied ins Rennen geschickt, nämlich die Gleichstellungsbeauftragte Martina Trauth. Obwohl sie als unbedarft und unpolitisch gilt, ist sie aber eine Frau, und die LINKEN hoffen, mit ihr die weiblichen Wähler mobilisieren zu können.
Die Potsdamer Demokraten halten das für baren Unsinn. Denn niemand soll gewählt werden, weil er Mann oder Frau ist, sondern weil er/sie der geeignetste Kandidat für das Amt ist.

Nun kommen auch noch die Bündnisgrünen mit einem eigenen weiblichen Kandidaten, nämlich Jenny Armbruster. Damit dürften jetzt schon bei der SPD die Sektkorken knallen, denn das ist ein Zeichen dafür, dass die Grünen sich nicht auf einen gemeinsamen bürgerlichen Kandidaten einlassen wollen.

Wie schon vor acht Jahren, als sie mit Frau van Haalem aus den Gesprächen ausstiegen, mit denen die Bürgerlichen einen gemeinsamen Kandidaten suchten. Die FDP schloss sich damals dem Ausstieg an und erhielt mit ihrem damaligen Kandidaten Yon eine Wahlschlappe, die sich gewaschen hatte. Die einzige ernst zu  nehmende Kandidatin war seinerzeit die frühere Justizministerin Barbara Richstein, die es aber auch nicht in die Stichwahl schaffte.

Bleibt als Fazit: Die Grünen tun immer so intelligent, aber von Politik und der Frage, wie man politische Ziele erreicht, scheinen sie nichts zu verstehen. Glaubt Frau Armbruster wirklich, dass sie eine Chance hat?

Aus vordergründigen Motiven heraus verhindert sie eine ernst zu nehmende Konkurrenz der bürgerlichen Mitte und wirft ihr wieder einmal Knüppel zwischen die Beine.